Top-News aus Puerto de la Cruz
Millionen-Investitionen sollen Strandsperrungen in Puerto künftig verhindern

Playa Jardín in Puerto de la Cruz: Der bekannte Strand war bis Juni 2025 fast ein Jahr lang wegen schlechter Wasserqualität gesperrt.
Gesperrte Strände wie die zuletzt bis Juni 2025 fast ein Jahr lang gesperrte Playa Jardín soll es in Puerto de la Cruz nicht mehr geben. Der Gemeinderat hat jetzt die Ausschreibung einer neuen Konzession für das Wasser- und Abwassersystem auf den Weg gebracht. Sie soll insgesamt 40 Jahre laufen.
Geplant sind millionenschwere Investitionen, die vor allem die nach wie vor bestehenden unkontrollierten Abwassereinleitungen ins Meer vor der Stadt endgültig stoppen sollen. Das betrifft die Modernisierung, die Verlegung und den Neubau von Abwasserpumpstationen, den Bau neuer Rohrleitungen und die Einführung neuer Steuerungs- und Sicherheitssysteme.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die umfassende Sanierung der Kanalisation im Ortsteil Punta Brava – hierfür sollen rund 8 Millionen Euro bereitgestellt werden. Die Probleme in diesem Bereich und die unzureichende Kapazität der dortigen Kläranlage waren ursächlich für die Sperrung der Playa Jardín im Juli 2024. Viele Häuser des Ortsteils sind nicht an die Kanalisation angeschlossen, zudem führten starke Regenfälle dazu, dass Abwasser ohne die Kläranlage zu durchlaufen, direkt ins Meer gelangen konnte.
Insgesamt sollen in den Jahren 2026 und 2027 rund 28 Millionen Euro investiert werden. Für die komplette, 40-jährige Laufzeit der Konzession rechnen die Verantwortlichen mit einem Gesamtvolumen von rund 420 Millionen Euro.
Trotz dieser geplanten Rekordsumme sind die bestehenden Probleme an der Playa Jardín immer noch nicht vollständig gelöst. Zwar liegt die Bakterienbelastung des Wassers innerhalb der Grenzwerte, doch die Erweiterung der Kläranlage sowie die Abdichtung eines unter Wasser verlaufenden Abwasserohres sind nach wie vor nicht abgeschlossen.
Auf eine Initiative der oppositionellen PSOE hin, sprach sich der Gemeinderat dafür aus, diese Arbeiten zu priorisieren und den geplanten Bau einer neuen Entsalzungsanlage dementsprechend zu verschieben.
Puertos Bürgermeister Leopoldo Afonso erklärte, dass der neue Vertrag eine entschlossene und strukturelle Antwort auf eine Situation sei, die sich nicht wiederholen dürfe. Ziel sei es, die Sofortinvestition von mehr als 28 Millionen Euro zu mobilisieren, damit nie wieder ein Strand geschlossen werden müsse und die Stadt ihre Blauen Flaggen, ihr Umweltprestige und das Vertrauen von Einwohnern und Besuchern zurückgewinne.