La Paz – der „deutsche“ Stadtteil von Puerto

La Paz ist einer der jüngeren Stadtteile in Puerto de la Cruz. Bis Mitte der 1960er Jahre gab es hier hauptsächlich Bananenplantagen. Mit der Ausnahme einer sehr bekannten Sehenswürdigkeit: dem Jardín Botánico.

Dann setzte allerdings wie auch schon in den Jahren zuvor im anderen Stadtgebiet, ein regelrechter Bauboom ein. Zum Glück wiederholten die Stadtplaner die Fehler von früher nicht. Hochhäuser und enge Straßenschluchten blieben La Paz erspart. Statt dessen dominieren hier niedrigere Gebäude, breite Straßen und viele Grünflächen.

La Paz liegt oberhalb der Steilküste, und ist somit entweder zu Fuß über den treppenreichen Camino las Cabras und die Calle San Amaro erreichbar oder motorisiert über die Carretera Botánico und die Avenida Marques de Villanueva del Prado.

Einige der besten Hotels von Puerto de la Cruz liegen in La Paz. Zu nennen sind hier vor allem das Riu Garoé und das Hotel Botánico – letzteres war viele Jahre das einzige 5-Sterne-Haus der Stadt. Auch einige sehr gepflegte Appartement-Anlagen liegen in diesem Stadtteil.

Einige der besten Hotels von Puerto stehen in La Paz.
Einige der besten Hotels von Puerto stehen in La Paz.
Die Wohnanlage Strelizia Parque in La Paz.
Die Wohnanlage Strelizia Parque in La Paz.

La Paz kommt dabei zugute, dass hier bis ca. 2005 größere Bauprojekte mit recht harmonischer Architektur realisiert wurden – zu dieser Zeit gab es „unten“ im Zentrum von Puerto de la Cruz schon länger keine großen Neubauten mehr. Aber auch in La Paz stockt die weitere Entwicklung. Am Ostende des Ortsteils führen einige Straßen ins Nichts, einige Anlagen wurden nicht vollendet und verfallen langsam.

Aber an einigen Stellen geht es in jüngster Zeit auch wieder voran: Das sehr in die Jahre gekommene Apart-Hotel „Bellavista Mirador“ – direkt in die Steilküste hineingebaut – wurde bis Anfang 2018 aufwändig umgebaut und als 4-Sterne-Hotel mit dem schönen Namen „Atlantic Mirage“ neu eröffnet. Täuschen die ersten Eindrücke nicht, ist dieses Projekt zusammen mit den Planungen am Taoro Park ein großer Schritt nach vorne für die gesamte Stadt Puerto de la Cruz.

Bildergalerie aus La Paz:

Auch eine weitere seit Jahren vor sich hin gammelnde und nie vollständig fertiggestellte Appartement-Anlage, der Parque Lotos, direkt gegenüber dem Rui-Hotel gelegen, wurde jetzt auf Vordermann gebracht. Hoffen wir, dass der aktuelle Tourismus-Boom lang genug anhält, um noch weitere dieser Baustellen in Angriff zu nehmen.

Eine der schönsten Wohnanlagen in La Paz ist der „Strelizia Parque“ – hier gibt es allerdings so gut wie keine touristische Nutzung, sie ist überwiegend von Residenten bewohnt.

Thema Residenten: La Paz ist der „deutscheste“ Teil von Puerto – hier haben viele Deutsche Residenten und Überwinterer ihr Quartier aufgeschlagen. Entsprechend wenig hat dieser Ortsteil mit dem „echten“ spanischen Leben, wie man es in Puerto de la Cruz sonst findet, zu tun.

Blick von der Steilküste auf Puerto: Selbst die Hochhäuser wirken klein.
Blick von der Steilküste auf Puerto: Selbst die Hochhäuser wirken klein.
Hochhäuser wie im Ortskern von Puerto sucht man in La Paz zum Glück vergebens.
Hochhäuser wie im Ortskern von Puerto sucht man in La Paz zum Glück vergebens.

Hier kann man im Supermarkt zu knackigen Preisen original deutsche Produkte kaufen, in den Cafés und Restaurants ist Deutsch die beherrschende Sprache.

Neben dem „Botánico“ hat der Stadtteil eine weitere Sehenswürdigkeit zu bieten, den Mirador La Paz. Direkt an der Steilküste gelegen, hat man einen wunderschönen Blick auf Puerto de la Cruz. Ganz in der Nähe, ein paar Treppenstufen hinunter, kann man im Café Alba bei einem Longdrink oder einem hausgemachten Flammkuchen einen tollen Sonnenuntergang genießen.

Am Ostrand von La Paz, ganz in der Nähe der Steilküste, starten bei passendem Wind viele Paraglider. Sie kreisen dann lange vor Küste und den Hochhäusern Puertos um schließlich am Martiánez-Strand zu landen.

Obwohl es quasi ein „deutscher“ Ortsteil ist, lohnt sich ein Besuch in La Paz. An den Straßen lässt es sich gut bummeln, es gibt viele Geschäfte, Restaurants und Cafés. Viele Bereiche wurden in den letzten Jahren saniert – auch der bekannte Mirador – und wer nicht zu Fuß die zahlreichen Treppenstufen erklettern möchte, nimmt sich einfach für ein paar Euro ein Taxi.