In der Nähe von Santa Úrsula, genauer gesagt in der Urbanisation La Quinta, findet sich eine besondere Sehenswürdigkeit, deren Historie auf den zweiten Weltkrieg zurückgeht: „El Búnker“. Anfang der 1940er Jahre wurde das Bauwerk direkt oberhalb der Steilküste in rund 170 Metern Höhe errichtet. Von hieraus kann ein großer Teil der Nordküste Teneriffas überblickt werden – dies ist auch der Grund, weswegen der Bunker dort errichtet wurde. Denn noch heute bietet sich von dort ein toller Ausblick, auch auf Puerto de la Cruz. 

Der Bunker von Santa Úrsula liegt direkt an der Steilküste im Ortsteil La Quinta.
Der Bunker von Santa Úrsula liegt direkt an der Steilküste im Ortsteil La Quinta.
Der Bunker hat zwei Etagen.
Das Bauwerk aus den 1940er Jahren hat zwei Etagen.

Entsprechend wurde der Bunker primär auch nur für Beobachtungszwecke errichtet. 1941 wurde er fertiggestellt und mit vier schon damals veralteten 150mm Geschützen ausgestattet. Der Bunker war Teil der Verteidigungsanlage „La Batería de la Quinta Roja“, mehr darüber und zu den historischen Hintergründen könnt ihr auf dieser Seite lesen.

Heutzutage erreicht ihr den Bunker über einen schmalen Trampelpfad, der knapp 100 Meter direkt an der Steilküste verläuft. Die Schritte sollten daher aufmerksam gesetzt werden, aber grundsätzlich ist der Weg bei Trockenheit gut zu bewältigen. Der Bunker selbst hat zwei Etagen, der Zugang erfolgt durch zwei Treppenabgänge quasi ins Erdgeschoss. 

Eine der beiden Treppen, die in den Bunker führen - beide münden in den selben Raum im Erdgeschoss.
Eine der beiden Treppen, die in den Bunker führen – beide münden in den selben Raum im Erdgeschoss.
Der erste Bunkerraum: Hier geht es durch einen kurzen Gang zum Ausguck im Erdgeschoss.
Der erste Bunkerraum: Hier geht es durch einen kurzen Gang zum Ausguck im Erdgeschoss.

Von dort gelangt man durch einen kurzen Gang zum ersten Beobachtungsposten. Durch die schmale Schießscharte lässt sich ein großer Teil der Nordküste perfekt sehen. Kurz vorher ist auf der linken Seite eine ziemlich steile Treppe, die ins Obergeschoss des Bunkers führt. Hier gibt es einen weiteren Raum mit Ausblick nach draußen – diesmal mit etwas größerer Schießscharte.

Grundsätzlich macht die Anlage einen recht „ordentlichen“ Eindruck, zwar liegt hier und da Müll herum, aber alle Räume lassen sich problemlos betreten. Für Menschen mit Platzangst ist ein Besuch vielleicht nicht ideal, aber ansonsten fühlt man sich in den Räumen nicht übermäßig beengt.

Blick von der ersten Bunker-Etage auf die steile Treppe nach unten.
Blick von der ersten Bunker-Etage auf die steile Treppe nach unten.
Von der zweiten Ebene hat man einen tollen Blick auf Teneriffas Nordküste und Puerto de la Cruz.
Von der zweiten Ebene hat man einen tollen Blick auf Teneriffas Nordküste und Puerto de la Cruz.

Überall in den Bunker-Räumen haben sich Graffiti-Sprayer an den Wänden verewigt, was mit dazu beiträgt, dass im Bunker die Atmosphäre nicht so beklemmend ist, wie man vielleicht denken könnte. Zudem ist der Ausblick von beiden Beobachtungsposten aus absolut sehenswert. Ich würde daher sogar sagen, dass „el Búnker“ einer der Top-Aussichtspunkte mit tollem Blick auf Puerto de la Cruz ist (kleiner Tipp: weitere lohnenswerte Aussichtspunkte findet ihr hier). 

Alles in allem ist dieser historische „Lost Place“ auf jeden Fall einen Besuch wert!

Der Ausguck in der unteren Bunker-Etage hat nur eine schmale Schießscharte.
Der Ausguck in der unteren Bunker-Etage hat nur eine schmale Schießscharte.
Zurück an der frischen Luft: Der Bunker ist von der Straße aus über einen knapp 100 Meter langen Pfad erreichbar.
Zurück an der frischen Luft: Der Bunker ist von der Straße aus über einen knapp 100 Meter langen Pfad erreichbar.

El Búnker de Santa Úrsula: Parkmöglichkeiten, Tipps

Der Bunker liegt an der Calle de la Gangorra in der Urbanisation La Quinta. Parkplätze direkt an der Straße sind kostenlos und zu jeder Uhrzeit reichlich vorhanden. Zum Bunker führt von der Straße aus ein rund 100 Meter langer Trampelpfad. Er verläuft direkt an der Steilküste, was bedeutet, dass Besucher unbedingt auf ihre Schritte achten sollten. Aber grundsätzlich ist das Bauwerk bei trockenem Wetter recht gut erreichbar, bei Regen oder feuchtem Boden ist ein Besuch hingegen nicht empfehlenswert.

Lage: