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Von Published On: 4. Juli 2024Kategorien: Top News aus Puerto

Puertos Vorzeigestrand belastet: Badeverbot an der Playa Jardín

An der Playa Jardín gilt ab sofort ein Badeverbot wegen schlechter Wasserqualität.

 


 

 

An der Playa Jardín gilt ab sofort ein Badeverbot. Der Grund ist wieder einmal die Belastung des Wassers mit Fäkalbakterien. Das Verbot gilt ab Donnerstag, 4. Juli 2024, zunächst für unbestimmte Zeit. Mehrsprachige Hinweistafeln direkt am Strand weisen die Badegäste darauf hin. Das Betreten des Strandes an sich ist weiterhin erlaubt.

Wie die Gemeinde Puerto de la Cruz mitteilt, wird diese Maßnahme aus Gründen des Gesundheitsschutzes umgesetzt. An der Playa Jardín gab es in den vergangenen Monaten immer wieder kurzfristige Badeverbote wegen schlechter Wasserwerte.

Die Wasserqualität hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter verschlechtert. Dies betrifft alle drei Strandabschnitte: Die Playa del Castillo Richtung Stadt, die Playa Maria Jiménez bei Punta Brava sowie die Playa Chica dazwischen. Dies sind die Ergebnisse eines Berichtes des kanarischen Gessundheitsministeriums, der jetzt vorliegt.

Demnach hat die Bakterien-Belastung des Wassers seit 2016 immer weiter zugenommen, so dass von der sehr guten Qualität in der Vergangenheit nicht mehr viel übrig ist. Dass die Wasserqualität an der Playa Jardín abnimmt, ist also schon jahrelang bekannt. Passiert ist bisher wenig, um diese Entwicklung aufzuhalten oder umzukehren.

2022 wurde eine Studie in Auftrag gegeben, die die Gründe ermitteln sollte. Problematisch ist demnach unter anderem, dass nicht alle Häuser im angrenzenden Ortsteil Punta Brava an die Kanalisation angeschlossen sind. Dies soll nun möglichst schnell erfolgen. Zudem soll das das Abwasser aus La Vera und Las Dehesas künftig direkt zur regionalen Kläranlage gelangen, ohne die Pumpstation Playa Jardín zu durchlaufen.

Doch diese Kläranlage muss zunächst einmal erweitert werden, um die Abwässer vollständig aufnehmen zu können. Zurzeit kann ein Teil des Abwassers legal ins Meer geleitet werden. Rund 25 Millionen Euro wurden für eine Erweiterung bereits genehmigt. Die Gemeinde wll nun erreichen, dass die Investitionen möglichst schnell fließen.

Wichtig: Für die Strände Martiánez und San Telmo gibt es keine Badeverbote. Hier ist die Wasserqualität laut Gesundheitsministerium einwandfrei und habe sich in den vergangenen Jahren sogar verbessert.