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Playa Jardín: Schon wieder Probleme mit der Wasserqualität

Sorgt erneut für negative Schlagzeilen: die Playa Jardín in Puerto de la Cruz.
Puertos bekanntester Badestrand, die Playa Jardín, sorgt erneut für negative Schlagzeilen: Ende Juni 2026 sollen bei Untersuchungen erneut die Grenzwerte für Bakterien im Wasser überschritten worden sein. Die Behörden reagierten nicht, der „Gartenstrand“ blieb für Badende geöffnet. Jetzt kochen Vorwürfe und gegenseitige Beschuldigungen hoch.
Bis Juni 2025 war der Strand rund ein Jahr lang wegen starken Verunreinigungen des Wassers gesperrt. Damals wurden ein beschädigtes Abwasserrohr, Schmutzwasser-Einleitungen aus dem Ortsteil Punta Brava und eine völlig unterdimensionierte Kläranlage als Ursache ausgemacht. Auch wir berichteten damals mehrfach.
Dringende Probleme nach wie vor nicht gelöst
Auch mehr als ein Jahr später sind noch nicht alle Probleme behoben worden. Die Erweiterungsarbeiten an der Kläranlage haben noch nicht einmal begonnen und das Abwasserrohr wurde nur notdürftig geflickt.
Die oppositionelle Partei PSOE machte die erneut schlechten Untersuchungsergebnisse jetzt öffentlich und warf der Stadtverwaltung zugleich vor, die Bevölkerung nicht informiert zu haben und den betroffenen Strandabschnitt „Playa Chica“, an dem sich auch das defekte Abwasserrohr befindet, nicht geschlossen zu haben. Und dies, obwohl die zuständige Generaldirektion für Gesundheit die Verantwortlichen der Stadt gewarnt habe.
Wie die Zeitung „El Día“ berichtet, hätten Bürgermeister und Verwaltung zunächst bestritten, eine solche Nachricht erhalten zu haben. Erst Wochen später gab der Bürgermeister bei einer Stadtratssitzung auf Nachfrage der Opposition an, doch eine E-Mail der Generaldirektion erhalten zu haben, in der empfohlen wurde, den betroffenen Strandabschnitt zu sperren. Die Stadt habe daraufhin eigene Analysen durchgeführt.
Opposition wirft Verwaltung Vertuschung vor
Die Opposition wirft der Stadtverwaltung nun Vertuschung vor und verlangt, dass der Bürgermeister zu Verantwortung gezogen werden müssten. Eine gute Nachricht gibt es immerhin: Die Wasserwerte sollen mittlerweile wieder innerhalb der geltenden Grenzwerte für Verunreinigungen liegen.
Wie auch immer diese politischen Spielchen ausgehen – eins ist klar: Der Vorfall weckt erneut ernste Zweifel, ob die Verwaltung wirklich mit offenen Karten spielt, wenn es um die Wasserqualität am wichtigsten Strand von Puerto de la Cruz geht.
Wasserqualität an der Playa Jardín: die unendliche Geschichte
Dabei ist übrigens auch die oppositionelle PSOE nicht „besser“ als die aktuell regierende Koalition im Stadtrat: Denn der PSOE wird vorgeworfen, bei der Sperrung des Strandes im Jahr 2024 schon Monate zuvor über die damals noch schlechteren Wasserwerte informiert gewesen zu sein. Und passiert ist auch damals lange Zeit nichts, der Strand blieb für Badende zunächst geöffnet.
Bleibt abzuwarten, ob und wann die notwendigen Arbeiten an der Abwasserleitung und der Kläranlage beginnen, damit die schlechte Wasserqualität an der Playa Jardín endlich der Vergangenheit angehört – und nicht zur unendlichen Geschichte wird!