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Neuer Modernisierungsplan: Historische Chance für Puerto?

Der seit langem geplante "Meerespark" in Puerto ist aktuell ein Behelfsparkplatz.
Der Bau eines „Maritimen Parks“, einer Sportstadt, von neuen Parkplätzen und vielem mehr: Kann ein jetzt von der Inselregierung Teneriffas unterzeichnete Vereinbarung Puerto de la Cruz nachhaltig weiterentwickeln und verändern?
Aber der Reihe nach: Die Inselregierung hat Ende März einen Modernisierungs- und Verbesserungsplan unterzeichnet. Dieser soll seit langem stillstehende Projekte neu beleben und endlich voranbringen.
Geplanter Sporthafen als „Bremsklotz“
Einer der wesentlichen Punkte ist der Bau des „Parque Maritimo“ westlich des bestehenden Fischerhafens. Zurzeit befindet sich dort ein recht trostloser Großparkplatz. Die Pläne des Meeresparks gehen auf die 1990er Jahre zurück, damals wurden bereits große Betonwellenbrecher installiert und so eine große Fläche Land gewonnen. Aus dem Bau des Parks wurde allerdings nichts, statt dessen wurde ein provisorischer Parkplatz errichtet.
Neue Pläne Anfang der 2000er Jahre sahen vor, die Fläche in einen neuen Sporthafen mit einzubeziehen. Aber auch dieses Projekt kommt seit gefühlten Ewigkeiten nicht voran. Vor allem Umweltgesichtspunkte und steigende Kosten verzögern das Projekt immer weiter.
Meerespark soll unabhängig vom neuen Hafen entstehen
Genau hier setzt jetzt die neue Vereinbarung an: Der Meerespark soll aus dem Hafenprojekt herausgelöst und davon unabhängig entwickelt werden. Davon versprechen sich die Verantwortlichen eine schnellere Umsetzbarkeit.
Weitere wesentliche Punkte des Modernisierungsplans sind die Schaffung einer „Sportstadt“ am Barranco San Felipe sowie die Weiterentwicklung der direkten Umgebung des neuen Sportschwimmbades (Centro de Deportes Acuáticos de Tenerife) östlich der Playa Jardín. Zudem sollen mehr Parkplätze in der Stadt geschaffen werden – ebenfalls eine Forderung, die es seit Jahrzehnten gibt. Mehr Grün- und Freiflächen sind ebenfalls vorgesehen.
Jahrelangen Stillstand überwinden
Der Vizepräsident des Inselrats, Lope Afonso, erklärte, dass man mit der Vereinbarung einen strategischen Schritt unternehme, um entscheidende Maßnahmen für die Zukunft der Touristenstadt in Gang zu setzen. Er räumte zudem ein, dass die bisherige Ausgangslage einer kompletten Lähmung gleichgekommen sei. Die Pläne der Projekte hätten komplett auf Eis gelegen. Die neue Vereinbarung ziele darauf ab, Kontrolle über Fristen und die Durchführung der Arbeiten zurückzugewinnen.
Die Leitung der Projekte soll bei der Inselregierung liegen. Die Verantwortlichen betonen, dass die Grundprinzipien des neuen Plans darauf abzielten, die Interessen der Bürger in den Vordergrund zu stellen und die Verwaltungsverfahren zu vereinfachen. Dies solle zur einer tiefgreifenden Revitalisierung der Gemeinde Puerto de la Cruz führen.